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Foto: Kim George, Claudia Finke
Foto: Kim George, Claudia Finke

SALTATIO MORTIS

"Zirkus Zeitgeist"

 

Support: NACHTGESCHREI


13.11.15 BREMEN

Aladin

 

Beginn: 20.00 Uhr

 

 


Unterwegs mit dem „Zirkus Zeitgeist“

 

Mit offenen Augen durch die Welt gehen, sich immer wieder neu erfinden, stets kritisch hinterfragen und kein Blatt vor den Mund nehmen, dies gehört zu den markantesten Eigenschaften der Spielleute von Saltatio Mortis. So verwundert es nicht, dass sich die acht Spielmänner in ihrem neuen Album, das am 14.08.2015 erscheinen wird, auch wieder zu aktuellen Themen äußern und ihre Sicht auf den „Zirkus Zeitgeist“ präsentieren werden. Und mal Hand aufs Herz, wer fragt sich bei der Lektüre der Tageszeitung nicht auch immer mal wieder: „Wo sind die Clowns?“ So ähnlich geht es auch unseren Spielleuten und damit war auch schon das Thema für die neue Platte gefunden, man darf gespannt sein, mit welchem Programm der „Zirkus Zeitgeist“ 2015 durch die Städte reisen wird ...

 

Alles begann zu Beginn des neuen Millenniums, als die südwestdeutsche Formation erstmals auf Mittelaltermärkten aufspielte, um ihr Auditorium in ausgelassene Freudentaumel zu versetzen – nicht umsonst steht der lateinische Bandname für den "Totentanz", ein historisches Phänomen, bei dem sich die Menschen in einen Rauschzustand feierten. Doch die kleinen Marktbühnen wurden den Spieluden bald zu eng, denn für ihre stilistischen Experimente und die stetigen Verwandlungen brauchten sie deutlich mehr Raum. Es folgten Versuche mit elektronischen Elementen, dann kam die Hinwendung zum Rock und bald stand ihr Name für eine einzigartige und immer wieder frische Verbindung aus Gegenwart und Historie. Längst bringen die acht Herren auch große Festivals wie das Wacken Open Air oder das größte fahrende Mittelalterspektakel, MPS, zum Beben und auch in den vordersten Rängen der Media Control Charts fühlen sie sich heimisch. Aber trotz des enormen Erfolges verweigern sie sich stets einem Status quo, begehren – wie der von ihnen besungene Prometheus – gegen die Götter und Gebote der Musikindustrie auf, um ihren Jüngern das entzündende Feuer der Kunst zu bringen. Auf dem letzten Album aus dem Jahre 2013, "Das Schwarze Einmaleins", sprechen sie deutlich gesellschaftskritische Töne, prangern Geldgier und Kriegstreiberei an, stellen sich selbst als Comic-Heroen im Kampf gegen einen übermächtigen Feind dar – und bleiben doch ihren mittelalterlichen Wurzeln treu. Saltatio Mortis schwimmen nicht auf der Welle des Mittelaltertrends mit, sie gestalten diesen bewusst und geben ihm mit unbändiger kreativer Kraft immer wieder neue Impulse. Auch nach 15 Bühnenjahren sind Saltatio Mortis ihrem Spielmannsschwur treu, sie bleiben wild und frei!


Support: NACHTGESCHREI

Grenzgänger zwischen Folk, Rock und Mittelalter


Inniglich, aufwühlend, gewaltig – Nachtgeschrei malen mit kräftigen Farben. Das einfühlsame Wechselspiel zwischen feingliedrigem Folk und brachialem Heavy Metal beherrscht die Gruppe inzwischen aus dem FF. Jetzt gesellen sich orchestrale Arrangements zu archaischen Dudelsackmelodien wo vertrackte Alternative-Rockstrukturen ein dichtes Netz um den zuweilen brachialen Folk-Metal weben. Ist das noch Mittelalterrock?


Anders gefragt: Ist das überhaupt wichtig? Die sieben Hessen sitzen schon seit 2006 gerne zwischen den Stühlen. Folk, Rock, Mittelalter? Immer her damit! Symphonische Orchestrierung und versponnene Elektronika? Aber sicher! Ausufernd wuchernde Songstrukturen und spröde Akustikarrangements? Wer hat gesagt, das sei ein Widerspruch? Nachtgeschrei unterstreichen eindrucksvoll ihren Ruf als Grenzgänger, für die es kein Halten mehr gibt.


Damit sollte auch dem Letzten klar sein: Nachtgeschrei sind zurück. Wirkte nach einem Sängerwechsel 2012 die Zukunft der Band alles andere als sicher, zeigten seitdem ein gefeiertes Comeback-Album („Aus schwärzester Nacht“, 2013), Konzerte quer durch Deutschland und eine Tour mit den Folkrock-Urgesteinen Fiddler’s Green, dass das Beste noch kommt. Der Zwischenstopp auf dem Jubiläum des Wacken Open Airs 2014 ist nur ein Beispiel für die wiedergewonnene Stärke. Zeit, die Straße unter die Räder zu nehmen: 2015 geht die Band mit neuem Programm auf Tour.


„Staub und Schatten“ heißt die neue Platte (VÖ 07. August 2015), die Nachtgeschrei erstmals beim M’era Luna, dem Festival-Highlight der schwarzen Szene präsentieren. Und es geht noch lauter: Mit dem Summer Breeze 2015 steht eines der wichtigsten Metalfestivals im Kalender der Band, bevor es im Winter 2015 auf große Tour mit den Chartstürmern ‚Saltatio Mortis‘ geht.


Ob Clubkonzert oder Festivalshow: Aufrührerisch, mitreißend und leidenschaftlich zeigen sich die sieben Hessen zu ihrem neunjährigen Bühnenjubiläum frischer, relevanter und aktueller denn je. Und das hat dann nun wirklich nichts mehr mit Mittelalter zu tun – aber verdammt viel mit echter Musik und großen Gefühlen.